Tipp: Python-Programme unter Linux ausführen

Ich schreibe meine kleinen Python-Programme nach wie vor unter Windows, achte aber natürlich darauf, dass sie auch unter Linux funktionieren. In der Regel ist die Kompatibilität kein Thema, ich schätze, dass ca. 90% der Module der Standard Bibliothek unter allen Plattformen funktionieren, das ist aber nur eine Schätzung. Womöglich sind es auch 99%. Es gibt aber auch Module, wie z.B. curses, die leider nicht unter Windows funktionieren.

Wenn es Probleme gibt, hat es eher triviale Gründe:

>Groß-/Kleinschreibung bei Pfaden und Dateinamen (hier ist man durch Windows zwangsläufig verdorben) und natürlich absolute Pfade, denn unter Linux gibt es keine Laufwerksbuchstaben.

>Umlaute in Py-Dateien. Sie sind natürlich auch unter Linux möglich, die Codierung muss aber in der Py-Datei explizit angegeben werden. Ich lasse sie daher weg.

>Python 2.x/3.x-Inkompatibilitäten. Die Eingabe von „python“ startet unter Linux teilweise Python 2.7, die aktuelle 3.x-Version muss über python3 ausgeführt werden. Das hat auch Folgen für die Schreibweise von Modulnamen. Ab Version 3.0 heißt tkInter „tkinter“.

>Der Package Installer (PIP) muss per eventuell nachinstalliert werden (z.B. per apt-get install unter Ubuntu)

>tkInter muss unter Ubuntu nachinstalliert werden, z.B. per sudo apt-get install python3-tk.

>Python-Programme laufen auch im Windows Subsystem for Linux (WSL) mit Ausnahme jener Programme, die eine GUI anzeigen (z.B. per tkInter).